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Bear Put Spread Strategie

Eine Einführung in die Bear Put Spread Strategie bei binären Optionen sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene.

Die Grundannahme bei dieser Strategie ist, dass der Wert der Underlying-Aktie fallen könnte. Daher kauft der Händler zu dem Zeitpunkt seiner Prognose Put-Optionen auf diese Aktie, um einerseits am fallenden Kurs Geld verdienen zu können, andererseits aber auch die Aktie später zu einem niedrigeren Kurs kaufen zu können. Im schlechtesten Fall, und das ist das Risiko des Anlegers, steigt der Aktienkurs und die Put-Optionen verfallen wertlos. Die Aktie wird natürlich dann auch nicht gekauft.

Einsatz eines Bear Put Spreads

Dieses Handelsmanöver wird allgemein eingesetzt, wenn
a.) grundsätzlich auf den sinkenden Kurs einer Aktie spekuliert werden soll
b.) die Aktie bereits im Besitz des Anlegers ist und er sich gegen mögliche Kursabfälle absichern möchte
c.) die Aktie nach dem Kursrückgang günstig erworben werden soll.

Beim Fall b handelt es sich um klassisches Hedging, die beiden anderen Fälle sind Möglichkeiten der Spekulation durch den Trader. Im Fall a.) geht es nur um die Put-Optionen, im Fall B setzt der Anleger zwar grundsätzlich auf das emittierende Unternehmen, erhofft sich aber einen kurzfristigen Kursrückgang. Bei den Fällen b und c erwartet der Anleger folglich, dass der Aktienkurs steigen wird.

Gewinnmöglichkeiten und Risiken bei der Strategie

Wenn der Aktienkurs tatsächlich sinkt, erfährt der Trader einen Verlust in Fall b, welcher jedoch durch den Gewinn aus den Put-Optionen vermindert bzw. kompensiert wird.
Bei den Konstellationen a und c gewinnt der Trader zunächst die Put-Option und hat dann die Möglichkeit, auf den Aktienkauf zu verzichten. Er bekommt also mehr Handlungsfreiraum und kann seine Strategie nochmals überdenken bzw. auch anpassen.

Steigt der Aktienkurs jedoch, gewinnt der Trader nur, wenn er die Aktien bereits hält. In allen anderen Fällen verliert er durch die Put-Option seinen Einsatz. Dies muss bei der Entscheidung abgewogen werden, es zeigt sich wieder einmal das Problem bei jedem Hedging: Wenn die Versicherung nicht benötigt wird, wird der Gewinn vermindert, bzw. wenn es kein Hedging im eigentlichen Sinne ist, werden sogar Verluste eingefahren. Insbesondere in Szenario c verliert der Trader die Option und kann die Aktie nachher nur zu einem höheren Kurs kaufen, verliert also an zwei Stellen Geld.

Allgemeines zum Hedging

Durch die komplexere Struktur der Optionsscheine, wie sie in den obigen Beispielen vereinfacht diskutiert wurde, wird klar, dass diese nur schwer kalkulierbar sind. Mit binären Optionen ist dies wesentlich einfacher, durch Kombinationen aus Verlustabsicherung und Renditen können interessante Gewinne erzielt werden. Die Prognosen müssen sich nur widersprechen.

Ebenso einfach ist die Handhabung von Knock-Outs und CFDs, welche ihre Grenzen jedoch nicht in der reinen Tendenz, sondern in Schwellenwerten finden. Das Hedging selbst ist natürlich beliebt und auch dem Grunde nach sinnvoll. Jedoch ist es nicht möglich, Verluste gänzlich auszuschließen. Auch wenn wenige Hedgefond-Manager Gewinne in beide Kursrichtungen generieren können, müssen hierzu sehr komplexe Strukturen aufgefahren werden.

Wer mittels der Bear-Put-Spread Strategie Hedging betreiben möchte, sollte sich auch mit Kaufstopps für die Optionen auseinandersetzen, um bei einer unerwarteten Kursentwicklung nach oben nicht weiter Put-Optionen zu kaufen.

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