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Call Backspread Strategie

Nachfolgend erhalten Sie eine umfangreiche und leicht nachvollziehbare Anleitung zur Call Backspread Strategie bei Binären Optionen.

Bei der Call Backspread Strategie handelt es sich um eine sehr aggressive Strategie, weshalb diese auch nur für risikofreudige Anleger empfehlenswert ist. Dabei ähnelt die Call Backspread Strategie ein wenig der Trendfolgestrategie. Die Unterschiede sind, dass Anleger bei der Call Backspread Strategie mit ihrem Handeln dem Trend vorgreifen und dass sie längst nicht in allen Märkten angewandt wird.

Funktionsweise der Strategie

Anleger verkaufen Calls zu einem niedrigen Ausübungspreis und gleichzeitig mehrere Calls mit einem höheren Ausübungspreis. Jedoch haben alle die gleiche Laufzeit. Auf ein Heding wird hier verzichtet, weil der Anleger von einem signifikanten Kursanstieg ausgeht. Zudem hat der Anleger eine Absicherung durch den Verkauf, falls es zu einer Trendwende kommt.
Liegt der Anleger mit seiner Prognose richtig und die Kurse steigen, so hat er die Möglichkeit, die Call Backspread Strategie während der Trend anhält unbegrenzt fortzusetzen. Es ist aber darauf zu achten, dass die Gewinnschwelle schnell erreicht werden kann.

Sollten sich die Erwartungen des Anlegers also erfüllen und der Trend anhalten, kann der Anleger zum Beispiel mit Out-of-the-Money-Optionen beginnen, die vergleichsweise günstig sind. Hier besteht dann nur die Gefahr, dass während der Laufzeit der Ausübungspreis erreicht wird. Deshalb müssen sich Anleger auch sehr gut in den Märkten auskennen und Fingerspitzengefühl beweisen.

Wenn der Anleger die Märkte gut genug analysiert, kann mit der Call Backspread Strategie oder auch der Trendfolgestrategie weiter gemacht werden. Dabei ist es aber schwer einzuschätzen, ob sich der Trend mit seinen Kurszuwächsen weiter fortsetzt oder nicht. Im ungünstigsten Fall sind Verluste möglich, wenn die Kurszuwächse nur sehr gering sind. Wechselt der Anleger hingegen zur Trendfolgestrategie, zur Protective-Put-Strategie, zum Long-Call oder zur Married-Put-Strategie, wenn der Trend länger anhält, lassen sich trotz der geringen Kurszuwächse Gewinne erwirtschaften, wenn sich der Anleger diszipliniert an seine Strategie hält.

Grundsätzlich ist ein Wechsel von der Call Backspread Strategie empfehlenswert, wenn Anleger die in der Anfangsphase erzielten Gewinne (bspw. Nach einer Trendwende) sichern und gleichzeitig weiter spekulieren möchten. Hierdurch sinkt auch das Risiko, falls sich der Kurs anders als erwartet entwickelt. Anleger können sich so wenigstens einen Teil der Gewinne entsprechend sichern.

Grafik: Call Backspread Strategie:

Call Backspread Strategie

Wann ist die Anwendung der Strategie sinnvoll?

Der Einsatz der Call Backspread Strategie lohnt sich vor allem in zyklischen, stark schwankenden Märkten (z. B. Aktien oder Rohstoffe), und wenn der richtige Einstiegszeitpunkt erwischt wird. Bedingt gilt das auch für den Forex-Markt.

Bevor die Call Backspread Strategie aber angewendet wird, muss das Marktumfeld analysiert werden. Dabei spielen nicht nur die wirtschaftlichen Faktoren eine Rolle, sondern auch die politischen Ereignisse und deren Entwicklungen. Beispielsweise zeigte sich das bei den politischen Unruhen während der Irak-Kriege sowie des „Arabischen Frühlings“. So stieg der Ölpreis rasant an, nachdem der arabische Raum einer der wichtigsten Erdöl-Fördergebiete wurde.

Vor- und Nachteile der Call Backspread Strategie

Die Call Backspread Strategie bietet großes Potenzial für hohe Gewinne bei gleichzeitig geringem Risiko, wenn die Prognosen eintreffen und der Preis des Underlyings steigt. Da gleichzeitig Optionen mit einem niedrigen Wert verkauft und mehrere Optionen zu einem höheren Preis gekauft werden, kann der maximale Verlust berechnet werden, der sich aus dem Ausübungspreis ergibt.

Wie alle anderen Strategien für klassische Optionsscheine, ist auch die Call Backspread Strategie hochspekulativ, da auf die Kursentwicklung eines Underlyings gesetzt und nicht durch einen anderen Kursverlauf abgesichert wird. Aus diesem Grund müssen sich Anleger intensiv mit dem Marktgeschehen beschäftigten, um die Kaufsignale erkennen zu können. Hohe Risikofaktoren sind hier die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse. So versetzte zum Beispiel im Jahr 2011 die Nuklearkatastrophe in Fukushima den Märkten einen harten Schlag und führte zu massiven Kursrückgängen in einigen Märkten. Insofern müssen Anleger also immer das aktuelle Marktgeschehen im Blick haben, wenn sie mit der Call Backspread Strategie erfolgreich sein möchten.

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