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Einlagensicherung bei Brokern

Ausführliche Infos zur Einlagensicherung bei Brokern für binäre Optionen. Wo genau „lagert“ dieses Geld und was macht der Broker damit?

Nach vielen erfolgreich abgeschlossenen Trades hat der Kunde eine stattliche Gewinnsumme auf seinem Account zusammengetragen. Doch wo genau „lagert“ dieses Geld und was macht der Broker damit?

Darf er einfach so damit am Finanzmarkt spekulieren, um seinen Verdienst aufzubessern? Und geht der Anleger leer aus, wenn der Broker hierbei verliert? Was passiert, wenn der Broker vor der Auszahlung des Gewinns insolvent wird – fließt der Gewinn des Anlegers in die Insolvenzmasse mit ein?

Unter dem Begriff der sogenannten Einlagensicherung werden gesetzliche und freiwillige Maßnahmen zusammengefasst, welche Kundengelder bei Brokern und Banken vor etwaigen dubiosen Geschäften und der Insolvenz des Anbieters schützen. Die Einlagensicherung ist ein wichtiges Thema, denn insbesondere wenn man größere Beträge auf seinem Account lagert, schützt sie vor einem Verlust.

Eine Parallele zum Reiserecht lässt sich problemlos ziehen, denn wohl jeder Urlauber kennt den Reisesicherungsschein, welcher eine Kundengeldabsicherung nach den in §651k BGB normierten Vorschriften ermöglicht.

Einlagensicherung – zwei Stufen

Beim Handel mit binären Optionen erfolgt die Einlagensicherung mithilfe zweier unabhängiger Stufen.

1. Einlagensicherung beim Broker für binäre Optionen

Unterzieht sich ein Broker einem Zertifizierungsprozess durch eine europäische Finanzaufsichtsbehöre, wie zum Beispiel die Bafin, so muss er eine angemessene Kundengeldabsicherung vorweisen können. Das Geld, welches dem Kunden gehört wird im Regelfall auf einem Treuhandkonto bei einer anderen Bank hinterlegt, sodass keine Vermischung mit Geldern des Brokers erfolgt. Somit kann dieser weder Gelder veruntreuen noch mit ihnen spekulieren. Außerdem haben eventuelle Gläubiger keinen Zugriff auf das Geld des Kunden, wenn der Broker in die Insolvenz rutscht.

Doch auch nicht zertifizierte und damit unregulierte Broker können sich freiwillig an die gesetzlichen Regelungen zur Kundengeldabsicherung halten. Hierbei ist es wichtig, bei welcher Bank und in welchem Land die Gelder hinterlegt sind, der Sitz des Brokers selber ist weniger ausschlaggebend für die Zuverlässigkeit der Einlagensicherung.

Wenn ein Broker sich weder freiwillig noch durch eine Zertifizierung an die normierten Vorschriften hält, so sind Geschäfte mit höchster Vorsicht in Erwägung zu ziehen. Hier besteht das Risiko, dass Gelder in der Tasche des Brokers landen und im Falle einer Insolvenz praktisch der Totalverlust ansteht.

2. Einlagensicherung bei der Bank des Brokers

Jedes Kreditinstitut mit Sitz in der Europäischen Union muss sich an die gesetzlichen Regelungen durch die EU halten. Es wird unter anderem vorgeschrieben, dass pro Anleger und Bank eine Einlage in einer Höhe bis zu 100.000 Euro garantiert gesichert ist; durch verschiedene Instrumente wird diese Sicherheit erreicht. Ausländische Banken unterliegen ebenfalls dem EU-Recht, nichtsdestotrotz ist es im Falle des Falles schwieriger, bei einer Bank in einem fremden Land und eventuell in einer fremden Sprache sein Geld einzuklagen.

Außerhalb der europäischen Union gibt es derzeit keine einheitliche Gesetzgebung zur Einlagensicherung bei Brokern von digitalen Optionen. Hier sind die Regelungen auf nationaler Ebene maßgebend, welche oftmals deutlich niedrigere Beiträge ansetzen. Ferner ist eine Bank inmitten eines exotischen Staates deutlich schwieriger der Rechtsverfolgung zu unterziehen als eine innerhalb der EU agierende Bank.

Auswahl des Brokers

Bei der Auswahl des Brokers ist es zunächst sehr wichtig, darauf zu achten, dass die Gelder, welche man als Kunde an den Broker überweist, auf Treuhandkonten verwahrt und somit gesichert werden. Regulierte Broker unterliegen dahingehend bindenden Vorschriften, nicht –regulierte Broker müssen auf die Kundengeldabsicherung hin überprüft werden.

Ferner sollte geklärt werden, bei welcher Bank der Broker die Kundengelder absichert und welche Maßnahmen diese wiederrum ergreift, um den Verlust von Kundengeldern auszuschließen. Erkennbar ist dies am Firmensitz der Bank, denn innerhalb der EU gelten strenge Vorgaben zur Einlagensicherung. Bei Schweizer Banken greift die Einlagensicherung bis 100.000 SFR, was beim derzeitigen Wechselkurs etwa 82.000 EUR entspricht.

Wenn der Anleger hingegen eine größere Summe absichern möchte, so ist dies recht einfach möglich, indem das Geld auf mehrere Broker und Banken verteilt wird, da die EU-Vorschrift nur pro Bank und pro Kunde eine Grenze setzt.

Vor der Investition größerer Summen ist es also unerlässlich, die Frage der Einlagensicherung beim Broker zu erörtern. Der Kundendienst des Anbieters erteilt in der Regel Informationen zum Thema Kundengeldabsicherung und den brokerspezifischen Einzelheiten.

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