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Selling Index Calls Strategie

Eine ausführliche Erklärung zur Strategie Selling Index Calls im Bereich binärer Optionen für Anfänger und Fortgeschrittene.

Diese Strategie wird auch oft als Verkauf von Covered Calls (engl. gedeckte Call-Optionen) bezeichnet. Hierbei werden klassische Assets wir Aktien und Optionen verbunden. Die Assets werden gekauft und gleichzeitig die Optionen geschrieben, weshalb diese Strategie auch bei Banken unter dem Namen Buy-write-Strategie geführt wird, welche diese auch als Discountzertifikate anbieten.

Grundprinzip der Covered Calls

Lohnenswert ist dieses Stillhaltegeschäft nur bei Basiswerten, welche nur einen leichten Kurstrend aufweisen. Anderenfalls ist es deutlich rentabler, die Aktien gleich zu kaufen und zu halten. Die Selling Index Calls Strategie wird daher auch besonders interessant, wenn dem Kurs nur ein geringes Potential zugeschrieben wird. Grundsätzlich läuft das Geschäft in den folgenden Stufen ab:

1. Aktien zum Basiswert werden gekauft. Hierbei wird in 100er-Schritten vorgegangen, da der Optionsvertrag immer 100 Aktien abdeckt.

2. Der Call-Vertrag auf diese Aktien wird verkauft, sodass 100 Aktien abgedeckt sind.
Der Anleger erwirbt beispielsweise 100 Aktien für 200 Euro und schreibt eine Call-Option auf diese, wofür er eine Optionsprämie erhält. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann der Wert der Aktien über den der Optionsprämie steigen, dann verdient der Trader Geld. Anderenfalls kann der Kurs auch unter die Optionsprämie sinken, dann verliert der Trader jedoch nur Geld, wenn der Verlust nicht mehr durch den Gewinn der Call-Option kompensiert wird.

Praktische Anwendung der Strategie

Ursprünglich entstammt die Strategie der Covered Calls dem Handel mit klassischen, nicht binären Optionsscheinen, welche bis zur Jahrtausendwende sehr beliebt waren. Mittlerweile gibt es diese Scheine immer noch, allerdings wurde ihre fehlende Preisstabilität und die Adaption des Marktgeschehens besonders zu den Finanzkrisen 2007/08 und 2011 deutlich, sodass diese kaum mehr gehandelt werden. Der Wert solcher Optionen wird im Übrigen nach dem Black-Scholes Modell der gleichnamigen Wissenschaftler von 1973 berechnet. Beide erhielte 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften hierfür, gingen aber in den 1990er Jahren bereits mit einem Hedgefonds in den Bankrott. Dies soll symbolisieren, wie irrational Kurse reagieren können und dass selbst das beste Verständnis nicht vor Verlusten schützt. Der Mathematiker Benoit Mandelbrot kritisiert auch das Black-Scholes-Modell und versuchte über 30-Jahre hinweg, vergeblich über Fraktale, dies sind kurz gefasst in sich geschlossene und rekursiv aufgebaute Parkettierungsmuster, den Finanzmarkt mathematisch zu beschreiben.

Fazit zur Selling Index Calls Strategie

Abschließend kann konstatiert werden, dass diese Strategie eine von vielen möglichen ist, um Kapital abzusichern. Allerdings funktioniert dies nur, wenn die Bedingung von einer geringen ersten Ableitung des Kurses gegeben ist, also kein deutlicher Trend vorhanden ist. Alle anderen Fälle führen dazu, dass mit dieser Strategie auf Dauer Verluste eingefahren werden. Auch wenn Hedging-Strategien sinnvolle Instrumente sind, kann nichts den Anleger vollkommen von Verlusten bewahren. Dies würde auch dem Prinzip des Handels widersprechen, da der Broker dann leer ausgehen würde und einige Anleger ihr Kapital problemlos vervielfachen könnten. Verluste müssen also in Kauf genommen werden, jedoch muss das Risiko immer gut beurteilt werden, bevor es an den Handel geht.

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