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Stock Repair Strategie

Eine Einführung in eine Strategie, welche sich mit dem „Reparieren“ von Kursen befasst, um dem Anleger zu Gewinn zu verhelfen.

Der englischen Übersetzung nach handelt es sich um eine Aktien-Reparatur-Strategie. Diese wird so umgesetzt, dass auf ein Aktienpaket, welches teuer eingekauft wurde und danach im Kurs gefallen ist, eine Call-Option gekauft wird. Diese unterstützt die Aktie beim erneuten Kursanstieg. Es handelt sich um keine Hedging-Methode, vielmehr versucht der Trader, die Aktie in die richtige Richtung zu bewegen.

Vorgehensweise bei der Stock Repair Strategie

Anhand eines Beispiels soll diese nachfolgend verdeutlicht werden.
Der Investor A kaufe ein Aktienpaket über den Kurs eines Rohstoffes für 20 Euro pro Aktie. Der Kurs sinkt nun auf 15 Euro ab, wobei der Anleger aufgrund der begrenzten Rohstoffmenge zukünftig mit einem Kursanstieg rechnet. Da das Aktienpaket wohlmöglich den Einstandskurs nicht wieder erreichen wird und somit bald verkauft werden sollte, muss der Trader aus dem baldigen steigenden Kurs Gewinn schlagen. Dies geht mittels einer Call-Option, welche den anfänglichen Kursverlust beim zukünftigen Kursanstieg wieder kompensiert. Der Aktienwert wird also repariert.

Diese Strategie kann unabhängig von weiteren Hedging-Methoden angewandt werden, wie zum Beispiel dem Setzen einer Put-Option oder eines Stopploss-Punktes.
Weitere Möglichkeiten wären dadurch gegeben, die Aktie nachzukaufen, damit der durchschnittliche Einkaufspreis wieder sinkt, dies ist jedoch deutlich riskanter.

Grafik: Stock Repair Strategie:

Stock Repair Strategie

Vor- und Nachteile der Stock-Repair-Strategie

Der größte Vorteil ist mit Sicherheit dadurch gegeben, dass der Verlust durch ein mit einem Hebel versehenes Finanzprodukt wieder ausgeglichen werden kann. Wenn die Call-Option weiterhin mit einem sehr engen Verlustbegrenzungsstopp versehen wird, so ist das Risiko bei dieser Strategie weitestgehend beschränkt. Viele Investoren kaufen das verbilligte Aktienpaket intuitiv nach, dies ist jedoch oftmals sehr verlustreich, da das Risiko exponentiell erhöht wird. Der Preis kann auch weiter fallen, sodass dann aber mehr Aktien als vorher vom Verlust betroffen wären. Wenn jedoch eine Call-Option mit einem Hebel von 1:10 eingesetzt wird, so reicht eine Investition von 10% des Underlying-Wertes, um den Verlust auszugleichen; vorausgesetzt der Kurs der Aktie steigt um wenigstens 10%. Es ist jedoch jedwede Verteilung der Hebel und der Summen möglich, sodass das Risiko praktisch stufenlos gesteuert werden kann. Der Investor möchte jedoch mit großer Sicherheit auch kein Aktienpaket ohne Gewinn halten, da seine Liquidität hierdurch herabgesetzt wird. Daher ist die Stock-Repair-Strategie eine vergleichsweise preisgünstige Lösung.

Das größte Risiko dieser Strategie ist jedoch, dass der Kurs auch weiter sinken kann. Dann ist der Einsatz der Call-Option im binären Bereich verloren. Je nach Hebel der Option ist dieses Risiko jedoch finanziell klein.

Diese Strategie sollte ohnehin nur angewendet werden, wenn laut der Auffassung des Traders der Aktie ein Anstiegspotential zugesprochen werden kann. Dem Nachteil stehen jedoch die erhöhten Gewinne gegenüber, da die Call-Option im Falle eines Kursanstiegs über die Gewinnschwelle neben der Aktie stetig weiter an Wert gewinnt. Die Stock-Repair-Strategie ist also für ihr bestimmtes Szenario sehr brauchbar.

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