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Trends, Trendlinien & Trendkanäle verstehen

Tradergrundlagen für Binäre Optionen: Trends in Form von Trendlinien oder Trendkanälen zu erkennen und verstehen.

Besonders beim Handel mit digitalen Optionen ist das rechtzeitige Erkennen von Trends eine der wichtigsten Fertigkeiten, die ein Anleger mit sich bringen sollte, da die häufigste Handelsart, Call- oder Put-Optionen, auf einen solchen setzt.

Sind kaum Auf- bzw. Abwärtsbewegungen im Wechsel, sondern eine klare Linie zu verzeichnen, so ist es ein Leichtes, die Prognose eines Trends zu treffen. Ein Trend wird grundsätzlich meist durch eine Chartanalyse und die Werte der daraus erhaltenen Indikatoren ausgemacht, wobei anschließend günstige Zeitpunkte zum Kauf oder Verkauf festgelegt werden. Trendlinien sind auch mit bloßem Auge für den Einsteiger gut zu erkennen, je nachdem, wie lange dieser Trend bereits andauert kann seine Stabilität bewertet werden.

Wie entsteht ein Trend

Ursache für die Entstehung eines Trends können gleich mehrere Faktoren sein, die wichtigsten sind jedoch die folgenden:

1. Veränderungen auf dem technischen Sektor

Durch die Einführung neuer Produkte und Innovationen mit großem Erfolg kann der Aufwärtstrend einer Aktie beeinflusst werden. Ferner kann dies auch eine Wirkung auf die Kurse bestimmter Rohstoffe haben. Werden zum Beispiel gasbetriebene Flugzeuge eingeführt und sind diese aufgrund einer gesetzlichen Regelung steuerbegünstigt, so wird der Erdgaspreis steigen.

2. Marktnachrichten

Nachrichten von politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen haben ebenso großen Einfluss auf die Bewegung der Kurse am Finanzmarkt. Wird zum Beispiel ein Umweltskandal bei einem Chemiekonzern aufgedeckt, so wird dessen Aktie höchstwahrscheinlich an Wert abnehmen. Auch Anschläge oder große Katastrophen können die Kurse generell fallen lassen. Gleiches kann durch Ratings bekannter Agenturen geschehen. So ist es möglich, dass ein gestern noch als absolut gewinnbringend geltendes Papier heute beinahe keinen Wert mehr hat.

Große Unternehmen, die Fusionierungen oder Käufe durchführen, beeinflussen den Markt ebenfalls indirekt, wobei abhängig von der situativen Bewertung der Anleger der Kurs sinken oder auch steigen kann.

3. Handlung der Marktteilnehmer

Genauso können auch die Anleger selber – in der Masse – den Markt beeinflussen. Kaufen viele Anleger gleichzeitig eine Art von Papieren an, so steigt deren Nachfrage und damit der Kurs. Die Vorhersagen der Anleger erfüllen sich also von selbst, sodass gewisse Papiere plötzlich als sehr sicher gehandelt werden können. Massenhafte Verkäufe hingegen können einen Kurs zum Einbruch bringen.

Insbesondere Werte aus dem Blue Chip Bereich weisen seit langer Zeit einen stabilen Trend nach oben auf. Manch andere Basiswerte können von sich aus kaum große und plötzliche Sprünge machen, wie zum Beispiel Währungspaare. Auch gibt es äußerst kurzlebige Trends, wie zum Beispiel die Dotcom-Blase, deren Platzen schließlich zum massiven Kurseinbruch führte. Noch junge Werte sollten sich daher erst auf dem Markt etablieren, bevor Aussagen zu Trends getroffen werden können.

Erkennen von Trends

Um binäre Optionen aus dem Call- oder Put-Bereich handeln zu können, muss zunächst ein Trend eindeutig identifiziert werden. Besonders gut gelingt dies, wenn eine Chartanalyse mit dem Kurs in Liniendarstellung durchgeführt wird, wobei ein frei wählbares Zeitintervall von Tagen, Wochen oder auch Monaten betrachtet wird.

Kurse, die wenigen Sprünge haben, können mittels einer Trendlinie beschrieben werden. Andere, sehr volatile Kurse, werden durch eine obere und eine untere Trendlinie beschrieben. Sind die Steigungen dieser Trendlinien ähnlich, so bilden sie einen Trendkanal. Weitet sich der Trendkanal mit der Zeit auf, so ist von starken Sprüngen der Kurse auszugehen. Wenn sich der Trendkanal hingegen stetig schließt, liegt eine zukünftige Veränderung des Trends nahe, wodurch ein Kaufzeitpunkt signalisiert wird.

Im Balkenchart oder Candlestickchart können ebenso Trends identifiziert werden. Da hier pro Zeitintervall die jeweiligen Höchst- und Tiefswerte des Kurses eingezeichnet sind, gelingt eine Trendidentifizierung durch Betrachtung der einzelnen Balken. Vergrößern sich diese im Laufe der Zeit, so liegt die Entstehung eines Trends nahe – dies ist wiederum ein Kaufsignal.

Neben den Trends sollten gleichzeitig auch die Intervalle, innerhalb derer sich der Kurs aufhält, betrachtet werden. Innerhalb eines gesamten Trends, können sich kleine Unterintervalle bilden, andersherum kann sich innerhalb einer Range auch ein Trends abzeichnen. Hier liegt es im Ermessen des Anlegers, ob eine Range- oder eine Call- bzw. Put-Option gewählt wird.

Der Anleger auf dem Markt für digitale Optionen sollte sich eher auf Werte fixieren, deren Trends deutlich und leicht erkennbar sind. Sogenannte Turnaround-Kandidaten, welche einem Trendwechsel gegenüber stehen, sind selbst für erfahrene Profis nur schwer auszumachen.

Trendlinien und Trendkanäle sind also sehr nützliche Instrumente, um Informationen zum Kurs zu erfassen. Jedoch basieren auch sie auf historischen Daten und dürfen daher nicht ungeprüft in die Zukunft übertragen werden. Absolute Sicherheit kann jedoch ein Analyseinstrument garantieren.

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