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Unterstützung und Widerstand in Charts

Eine Einführung in die Thematik Widerstand und Unterstützung bei Börsencharts. Wie wendet man sie an, wie erkennt man sie?

Beide Begriff, Widerstand und Unterstützung, sind im Bereich der Chartanalyse angesiedelt. Es wird jeweils eine Schwelle damit benannt, welche der Kurs nur sehr unwahrscheinlich durchbrechen wird. Die Unterstützung bezeichnet den Kurs, der bisher nicht unterschritten, der Widerstand den Kurs der bisher nicht übertroffen wurde. Bildlich gesprochen stützt die Unterstützung den Kurs und der Widerstand hält den unten. Dies gilt zumindest für binäre Optionen, wo auf einen positiven Trend spekuliert wurde, bei Optionen mit negativen Trends werden beide Begriffe vertauscht angewandt. Somit hängt es alleinig vom Blickwinkel des Traders ab, ob ein Wert als Widerstand oder Unterstützung bezeichnet wird.

Mechanistisch steckt hinten den beiden Begrifflichkeiten das grundlegende Konzept von Angebot und Nachfrage. Bei in Relation zur Nachfrage großem Angebot sinken die Preise. Wird ein gewisser Tiefstand erreicht, so steigt die Zahl der Käufe und damit die Nachfrage an, wodurch der Preis steigt. An der oberen Schwelle angekommen wird vermehrt verkauft, sodass das Angebot steigt und der Zyklus von neuem beginnen kann.

Die Identifizierung der beiden Punkte

Über eine Chartanalyse können die lokalen Minima und Maxima des Kurses in dem betrachteten Zeitraum ausgemacht werden. Diese Höchst- bzw. Tiefstwerte sind dann die Widerstands- oder Unterstützungspunkte.

Je häufiger an diesem Wert eine Kursumkehr eintritt, desto offensichtlicher ist dieser ein Signal für einen Verkaufs- oder Kaufzeitpunkt. Erreicht der Kurs also zum wiederholten Male den Höchststand, so kann mit großer Wahrscheinlichkeit im nachfolgenden durch den Kauf einer Put-Option (Option auf sinkende Kurse) ein erfolgreiches Geschäft getätigt werden.
Verbindet man die Unterstützungen bzw. Widerstände zu Linien, so erhält man eine davon eingeschlossene Fläche als Ebene. Der Kurs bewegt sich auf dieser Ebene dann seitwärts, wobei diese Ebene auch als Trendkanal bezeichnet wird.

Die Psychologie des Marktes

Psychologische Faktoren am Markt bedingen unter anderem die Existenz dieser markanten Punkte. Kauft ein Anleger zum Beispiel die Aktie eines Automobilkonzerns kurz vor dem Widerstandspunkt, so gerät er mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig in die Verlustzone. Daher wird er schnellstmöglich um den Verkauf des Wertpapiers besorgt sein. Dies verstärkt die Abwärtsbewegung des Kurses wiederum, wobei vermehrte Nachfrage aufgrund des geringen Preises entsteht. Mit steigender Nachfrage erfreut sich der Aktienkurs wiederum eines Anstieges. Je öfter dieser Zyklus durchlaufen wurde, desto mehr vertrauen die Anleger auf ihn. Hierdurch wird er also immer sicherer. Höchstgrenzen entstehen durch die Preiseinschätzung am Markt – Anleger schreiben dem jeweiligen Papier schlichtweg nicht mehr Wert zu. Wenn viele Anleger das Papier günstig kaufen, entsteht bei diesem Preis eine Untergrenze. Die Punkte werden also mehr durch subjektive Einschätzungen der Anleger festgelegt also durch genaue Statistiken.

Mit der Zeit wird der Kurs auch Widerstands- sowie Unterstützungspunkte passieren, sodass neue Trends hervorkommen verbunden mit neuen Werten für diese Punkte. Psychologische Aspekte sind auch hier im Spiel, denn steigt ein Kurs über den Widerstandspunkt hinaus, so ist ein weiterer Aufstieg wahrscheinlich, sodass die Nachfrage und damit der Kurs weiter steigen. Ursächlich verantwortliche für einen solchen Durchbruch der oberen oder unteren Grenzen sind zumeist Unternehmensmeldungen wie eine neue Innovation oder ein Skandal im Unternehmen.

Durchbricht ein Kurs die obere Grenze, so wird diese zur neuen unteren Grenze und schließt den Trendkanal somit ab, bis dieser wieder durchbrochen wird.

Widerstand und Unterstützung

Analog zur Instrumentalisierung beider Punkte beim Aktienhandel kann dies auch für digitale Optionen durchgeführt werden. Da der Aktienhandel nur auf steigende Kurse fixiert ist, stellt dich die Gewinnchance des Traders von binären Optionen höher dar, da dieser mit Put-Optionen auch von fallenden Kursen profitieren kann.

Kurz vor Erreichen einer dieser markanten Punkte wird der Anleger daher eine Option setzen. Je näher der Kaufzeitpunkt am kritischen Umkehrpunkt des Kurses liegt, desto kürzer muss die Laufzeit gewählt werden, bzw. desto höher ist die Risikobehaftung des Geschäfts.

Das Instrument von Widerstand und Unterstützung ist ein sehr einfaches aber dennoch potentes Mittel der Chartanalyse, welches sich der Anleger zu Nutze machen kann. Beinahe alle Broker empfehlen daher die Auseinandersetzung mit diesem Tool, gerade auch da die graphischen Möglichkeiten mittlerweile die jeweiligen Punkte einfach erkennbar machen.
Zu beachten ist jedoch, dass der Kurs jederzeit von den bisherigen Werten abweichen kann, z.B. durch die innovative Einführung eines neuen Produkts durch einen Konkurrenten. In einem solchen Fall sollte der Kurs weiterhin kritisch beobachtet werden.

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